Magenschleimhautentzündung



Die Magenschleimhautentzündung gehört zu den häufigsten Befunden in internistischen Praxen. Da die Magenschleimhaut keine schmerzleitenden Nerven hat, äußert sie die Erkrankung durch andere Symptome. Typische Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung sind:

  • Druckgefühl im Oberbauch
  • saures Aufstoßen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • manchmal Fieber
  • Durchfall
  • Rückenschmerzen (bedingt durch Schmerzausstrahlung)
  • Appetitlosigkeit
  • Sodbrennen

Magenschleimhautentzündung SymptomeDie Dauer einer Magenschleimhautentzündung erstreckt sich über mindestens vier Wochen, ehe die Entzündung ausgeheilt ist. Diese Ausheilung sollte abgewartet werden, da eine nicht verheilte Magenschleimhautentzündung ein Magengeschwür nach sich ziehen kann.

Diese Erkrankung kann auch bei Kindern auftreten. Sie können die Beschwerden oft nur schlecht mitteilen. Die Magenschleimhautentzündung bei Kindern äußert sich mit ähnlichen Beschwerden, wie bei Erwachsenen. Da Stress einer der Hauptursachen dieser Erkrankung ist, wird die Magenschleimhautentzündung bei Kindern oft verkannt. Wenn Ihr Kind über Symptome einer Magenschleimhautentzündung klagt oder Sie diese beobachten, sollte abgeklärt werden, ob die Erkrankung vorliegt.

Eines der Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung sind unklare Rückenschmerzen. Oft ist es so, dass Schmerzen ausstrahlen, also nicht unbedingt im erkrankten Bereich auftreten müssen. Wenn es für dauernde Rückenbeschwerden keinen orthopädischen Grund gibt, sollte eine Magenschleimhautentzündung als Ursache in Betracht gezogen werden.

Es gibt mehrere Ursachen, warum Symptome einer Magenschleimhautentzündung auftreten können. Als Auslöser gelten:

  • Ernährungsfehler (zu viel süße oder saure Speisen und Getränke)
  • bakterieller Infekt
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • psychische Belastung (häufigste Ursache)

Bei der Dauer einer Magenschleimhautentzündung muss unterschieden werden, zwischen der akuten und der chronischen Form. Die akute Erkrankung hält meist mehrere Wochen an, die chronische Erkrankung zeigt ein weniger heftiges, jedoch immer wiederkehrendes Beschwerdebild. Die Diagnose erfolgt in aller Regel durch:

  • Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte)
  • klinische Untersuchung (Bsp.: Tastbefund)
  • Magenspiegelung

Die letztgenannte Untersuchung gilt als unangenehm. Der Patient wird dabei auf Wunsch sediert und die eingesetzten Sonden sind von Umfang und Material her so gestaltet, dass weder Verletzungen drohen, noch etwa Atemnot, was viele Patienten fürchten.

Die Symptome einer Magenschleimhautentzündung werden sehr individuell behandelt. Es gilt, die Ursachen zu beachten und die Beschwerden, die als sehr belastend empfunden werden, wie etwa der Durchfall oder das Erbrechen zu lindern. Folgende Behandlungsansätze sind unter anderem möglich:

  • Medikamente zur Säurehemmung
  • Schmerzmittel
  • Medikamente zur Stillung von Durchfall und Erbrechen
  • Nahrungsumstellung
  • Ruhe
  • eventuell Antibiotika (bei der bakteriellen Magenschleimhautentzündung)

Der Schluss, die Magenschleimhautentzündung sei Stress bedingt, wird sehr schnell gezogen. Jedoch sollten vorher alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen worden sein.



Hinweis: Hier beschriebene Symptome dienen der allgemeinen Information und ersetzen in keinstem Fall eine ärztliche Beratung!